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Unternehmen


Die PVG ist ein Dienstleistungsanbieter im Bereich von CBM-, Tight-Gas- und Steinsalzlagerstätten.
Zu unseren Kernkompetenzen zählt die Lagerstättenanalyse, vorrangig für Gasgewinnungsbohrungen und die Standortermittlung von Kavernen sowie das Begleiten und Managen derartiger Projekte.

Ein respektvoller Umgang mit der Natur ist uns ein großes Anliegen. Unsere patentierten Analyseverfahren für Lagerstätten erlauben eine detaillierte Ermittlung und Nutzung natürlicher Migrationswege im Untergrund. Daher verzichten wir auf den Einsatz von Fracking-Technologien.

Die PVG GmbH – RESOURCES SERVICES & MANAGEMENT wurde 2003 in Bochum gegründet und ist seit 2011 ein Unternehmen der Schmidt-Kranz-Gruppe. | www.schmidt-kranz.de


Über Uns


Die PVG GmbH – RESOURCES SERVICES & MANAGEMENT, vormals PVG Patentverwertungsgesellschaft für Lagerstätten, Geologie und Bergschäden mbH, wurde 2003 in Bochum gegründet und ist seither erfolgreich im Bereich der Lagerstättenanalyse tätig.

Unsere Erfahrungen und Fachkenntnisse beruhen einerseits auf Forschungen und patentierten Analyseverfahren aus dem deutschen Steinkohlenbergbau – Tektomechanische Verfahren nach Ehrhardt-Loos –, andererseits auf der modernen Strukturgeologie. Die Verbindung dieser Fachkenntnisse schließt eine Lücke in der Bearbeitung von Lagerstätten und bietet eine detaillierte Konstruktion von Lagerstättengeometrien und  Prognose der damit verbundenen geotechnischen Gesteinseigenschaften.
 

Unser Leistungsspektrum umfasst die integrierte, geologische und strukturgeologische Bearbeitung von Salz- und Kohlenwasserstofflagerstätten, insbesondere Tight-Gas- und Flözgaslagerstätten, sowie das Managen derartiger Projekte. 




Unser Beraterteam aus Geologen, Ingenieuren und Kaufleuten

Historie


Zur wirtschaftlichen Verwertung der Verfahren und Patente, die generell als »Tektomechanische Verfahren nach Ehrhardt-Loos« bezeichnet werden, wurde die PVG GmbH gegründet.

Die Wurzeln der tektomechanischen Verfahren nach Ehrhardt-Loos (ELV) liegen in den beruflichen Aktivitäten von Prof. Dr. -Ing. Wilhelm Ehrhardt und Dipl. -Ing. Joachim Loos im deutschen Steinkohlenbergbau.

Bereits in den 1960er Jahren untersuchte Prof. Ehrhardt im Rahmen seiner Tätigkeit als Markscheider den Einfluss der Großtektonik auf die Wirtschaftlichkeit von Abbaubetrieben. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zunächst zur ökonomischen Einstufung und vor allem zur Stilllegung von unrentablen Abbaubetrieben genutzt. In den 1970er und 1980er Jahren, während seiner Tätigkeit bei der RAG (Ruhrkohle AG), wurde dieses Wissen erweitert und in großem Umfang für Abbauplanungen genutzt.. Um die bisherigen Erkenntnisse über die geometrischen Beziehungen zwischen Groß- und Kleintektonik weiter auszubauen, ermöglichte die RAG unter der Leitung von Prof. Ehrhardt eine systematische Lagerstättenforschung. Zur wissenschaftlichen Absicherung der praktischen Erfahrungen aus dem Steinkohlenbergbau wurden Kooperationen mit dem Institut für Allgemeine Mechanik der RWTH Aachen und dem Institut für Geologie der Ruhr-Universität Bochum geschlossen. 

Eine weitere Entwicklungsstufe durchlief die tektomechanische Analyse in den 1990er Jahren: Durch den intensiven Wissensaustausch zwischen dem mittlerweile pensionierten, jedoch weiterhin als selbstständiger Ingenieur für die RAG tätigen Prof. Ehrhardt und dem ebenfalls bei der RAG beschäftigten Vermessungsobersteiger Loos kam es zu einer Weiterentwicklung des Know-hows sowie dessen Patentierung durch die RAG. Seitdem wurde die gesamte Abbauplanung des Ruhrkohlenbergbaus nach den ELV ausgerichtet, die wesentlich exakter und aussagefähiger sind als die zuvor angewandten markscheiderischen Methoden. Aussagen der RAG zufolge, hatte das Ausrichten der Abbauplanung im Ruhrkohlenbergbau nach der Tektomechanik zu erheblichen ökonomischen Vorteilen geführt.

Ungeachtet der Möglichkeiten bestand seitens der RAG kein weitergehendes wirtschaftliches Interesse zur Anwendung der ELV über die Planung von Bergbaubetrieben hinaus. Infolgedessen wurden die Schutzrechte der Verfahren im Jahre 2000 von der RAG auf Prof. Ehrhardt und Herrn Loos übertragen. Beide sind in den entsprechenden Patenten als Erfinder ausgewiesen. In der Folgezeit wurde die tektomechanische Analyse auch erfolgreich auf Kohlenwasserstofflagerstätten (und Salzvorkommen) angewandt.


Prof. Erhardt | Dipl. - Ing. Joachim Loos

Prof. Dr. Ing. Wilhelm Ehrhardt, Dipl.-Ing. Joachim Loos





Unser Konzept: Die Tektomechanik


Die Tektomechanik ist ein patentiertes Verfahren für die Lagerstättenbearbeitung und die exklusive Kernkompetenz der PVG.

Das tektomechanische Verfahren wurde auf Grundlage flächendeckender Aufschlüsse im Deutschen Steinkohlenbergbau über Jahrzehnte entwickelt und angewandt. Es beruht auf empirisch nachgewiesenen, geometrischen Zusammenhängen von großtektonischen Strukturen, deren Begleittektonik sowie dem regelmäßigen Auftreten bestimmter Störungsmuster. Die Verbindung der im Bergbau entwickelten Analyseverfahren und der modernen Strukturgeologie schließt eine Lücke in der Bearbeitung von Lagerstätten und erlaubt eine detaillierte Konstruktion der Lagerstättengeometrie und Prognose der damit verbundenen geotechnischen Gesteinseigenschaften. Die damit einhergehende Möglichkeit der Bestimmung natürlicher Wegsamkeiten für Gas im Untergrund erlaubt eine umweltschonende Gasförderung ohne den Einsatz von Fracking-Technologien. Die Methode ist neben der Kohlenwasserstoffexploration auch auf andere geotechnische Fragestellungen übertragbar.
 

Im Ergebnis ergänzt die Tektomechanik die konventionelle Lagerstättenbearbeitung und trägt zu einer signifikant höheren Erfolgsquote, Sicherheit und Nachhaltigkeit bei der Rohstoffförderung bei. 





 



Unser aktuelles Video zur Visualisierung der Tektomechanik

Grosstektonisches Lagerstaettenmodell | Begleittektonik und Migrationswege | 3D-Modellierung der Lagerstaette

Lagerstättenbearbeitung:
von Groß- zur Kleintektonik und 3D-Modellierung


Referenzen


Erdgaslagerstätten

Im Auftrag der GDF E&P Deutschland GmbH wurden diverse Erdgaslagerstätten in Norddeutschland  für die Gewinnung von Flöz- bzw. Tight-Gas bearbeitet. 


 

Salzlagerstätten

Thyssen Vermögensverwaltung GmbH (TVV)

Im Zuge der Zusammenarbeit mit der TVV wurden diverse Auftragsarbeiten für Salzlagerstätten durchgeführt.

 

 

Publikationen


JUCH, D., LOOS, J., PÖTZL, M., ROCKENSCHAUB, M., SCHULZ, M., SCHWARZ F. (2014):

Erweiterung der tektonischen Lagerstättenanalyse auf der Basis von bergbaulich aufgeschlossenen und untersuchten komplexen Strukturmustern im Karbon. DGMK/ÖGEW-Frühjahrstagung 2014; Celle

LOOS, J., JUCH, D. & EHRHARDT, W., (1999):


Äquidistanzen von Blattverschiebungen – neue Erkenntnisse zur Lagerstättenbearbeitung im Ruhrkarbon. – Z. angew. Geol. 45: 26–36, 10 Abb.; Hannover.
 

PALM, H. J. (1987):


Vorgänge bei der tektonischen Beanspruchung des Ruhrkarbons und ihre Berücksichtigung bei der bergmännischen Planung mit Hilfe von tektonischen Beanspruchungkarten. Diss. RWTH Aachen
 
 

EHRHARDT, W. (1987):


Vorprägungen des Gebirges. – In: Das Markscheidewesen. 94, S. 385–389: graph. Darst., Kt.
 
 

EHRHARDT, W., PALM, H. J. (1985): 


Die tektonische Beanspruchungskarte – ein neues Kartenwerk für die Steinkohlenlagerstätte des Ruhrgebietes. – VI. Internationaler Kongress für Markscheidewesen, Harrogate.
 
 

EHRHARDT, W. & RAFAT, G. (1983): 


Die Bedeutung der tektonischen Beanspruchung für den Steinkohlenbergbau im Ruhrkarbon. – Glückauf-Forschungshefte, 44: 36–39, 7 Abb.; Essen.
 
 

EHRHARDT, W. (1982): 


Beitrag zur Untersuchung des Umfeldes schollenbegrenzender Störungen. – V. Intern. Symposium für Markscheidewesen, Varna.
 
 

EHRHARDT, W. et al. (1981):

Mathematische Betrachtungen zum Senkungsangebot infolge bergmännischen Abbaus. – Das Markscheidewesen, Heft 1: 286-293; Essen.
 
 

EHRHARDT, W. (1981):

Betrachtungen zu Bewegungen und Spannungen im Gebirge als Folge der Abbauführung im Steinkohlenbergbau. – Felsmechanik, XXIX. Geomechanik-Kolloquium in Salzburg, Springer-Verlag, Wien.
 
 

EHRHARDT, W. (1980):

Neue Methoden der markscheiderischen Lagerstättenbearbeitung und Möglichkeiten ihrer Nutzung für bergmännische Planung. – Das Markscheidewesen, Heft 3: 250-257; Essen.
 
 

EHRHARDT, W., MÜLLER-ARENDS, D., SPETTMANN, J., SPICKERNAGEL, H., VOSEN, H. (1979):
Die Planungshilfen für den Abbau von Steinkohlenflözen durch spezielle markscheiderische Lagerstättenbearbeitung. – Glückauf, 115: 869–872, Essen.
 
 

EHRHARDT, W. (1976):

Die Beschaffenheit der Lagerstätte und deren Auswirkung auf den Bergbau als Folge der tektonischen Beanspruchung. – III. Internationales Symposium für Markscheidewesen.
 
 

EHRHARDT, W. (1975):


Gesetze und Regeln des tektonisch beanspruchten Gebirges für Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Technik im Steinkohlenbergbau. – 8. Internationaler Kongress für Karbonstratigraphie, Moskau.
 
 

EHRHARDT, W. (1974b):

Kann die tektonische Beanspruchung ein zusätzliches Entscheidungskriterium bei der Aufsuchung und Beurteilung unbekannter Baufelder im Ruhrrevier sein? – Mitteilungen aus dem Markscheidewesen 81: 55–65, 12 Abb.; Essen.
 
 

EHRHARDT, W. (1974a):

Das Heranziehen der Großtektonik zum Bewerten von Baufeldern. – Glückauf-Forschungshefte, 28: 285–294; Essen.
 
 

EHRHARDT, W. (1973 – 1987):

Erfassung der Lagerstättentektonik des Ruhrgebietes. – Forsch. Ber. Energieforschung und Energietechnologien. Bundesministerium für Forschung und Technologie, Ruhrkohle AG Essen: 1981 (Unveröffentlicht).
 
 

EHRHARDT, W. (1973):

Die Erhöhung der Grubensicherheit aus geologisch-tektonischer Sicht. – Mitteilungen aus dem Markscheidewesen, Heft 2: 169-176
 
 

EHRHARDT, W. (1973):


Die Bedeutung der Großtektonik für die Bewertung der Lagerstätte „Ruhrkarbon“. – Zeitschrift der Deutschen Geologen Gesellschaft, 124: 209–216.
 
 

EHRHARDT, W. (1969):

Markscheiderische Einflussgrößen im Ganzheitsgefüge des Bergbaus. – Vortrag vor dem internationalen wissenschaftlichen Symposium auf dem Gebiet des Markscheidewesens, der Grubengeologie und der Lagerstättengeometrie, Prag.
 
 

EHRHARDT, W. (1967):


Das Heranziehen der Großtektonik zum Bewerten von Baufeldern. – Glückauf-Forschungshefte, 28: 285–294, Essen.
 
 

EHRHARDT, W. (1962): 


Erkenntnisse zur Gebirgsmechanik aus einem Vergleich von Faltung und Kleintektonik im Hangenden und Liegenden einiger Wechsel des Ruhrkarbons. – Geolog. Mitteilungen 1.
 
 

EHRHARDT, W. (1961):

Die Tektonik der Deckel des Ruhrgebietes. – Aachen 1962, 76 S. mit Abb., RWTH Aachen, Fak. für Bergbau u. Hüttenw., Diss. v. 20. Juni 1961.
 
 

EHRHARDT, W., SAUER, A. (1961):

Die Vorausberechnung von Senkung, Schieflage und Krümmung über dem Abbau in flacher Lagerung. – Bergbauwissenschaften 8, Heft 18: 415-428